Kleines Konzert

Dienstag, 08. März

Kammerkonzert im Kulturzentrum 2411 im Hasenbergl

Das „kleines Konzert“ am Hasenbergl war in Wirklichkeit ein großartiges Ereignis. Die Stadtbibliothek und das Kulturzentrum an der Blodigstraße erlebten den Auftritt von drei Gruppen von Interpreten, von den jede eine Klasse für sich war!

Foto: Edin Karišik

Den Anfang machte das Duo Radmila Besic mit ihrer klassischen Gitarre und Wolfgang Peßler mit seinem Fagott, eine ungewöhnliche Kombination, die man wohl kaum woanders antreffen kann. Radmila kommt aus Kroatien und lebt in München, und Wolfgang Peßler war eigens aus Nürnberg angereist, wo er ein geschätztes Mitglied des dortigen Symphonieorchesters ist.  Sie spielten unter anderem Stücke von Bela Bartok und eine eigens für Radmila geschaffene moderne Komposition!

Nach der Pause, bei der von bosnischen Frauen hergestellte Pita und verschiedene Kuchen angeboten wurden, spielten das bosnische Duo Dina und Edo Krilic, die extra aus Imst in Österreich angereist waren, Stücke aus den Balkanländern. Edo´s Akkordeon zauberte, den virtuosen Geigentönen von Dina folgend, Akkorde und Rhythmen hervor, die die Besucher immer wieder zum Beifall animierten.

Den Abschluss bildete das Volkalensemble „Tuzlanke“ aus Tuzla in Bosnien-Herzegowina, die eigens zu den Balkantagen gekommen waren. Sie sind wohl der bekannteste und renommierteste Frauenchor ihres Heimatlandes. Die klaren Stimmen der Frauen machen aus jedem Lied für den Zuhörer ein Erlebnis! Ihr Repertoire reicht von den traditionellen Sevdalinke, bosnisch-herzegowinische Volkslieder oft mit Anleihen aus der orientalischen Türkenzeit, bis hin zu modernen Songs aus der ganzen Welt.
Für den Verein Hilfe von Mensch zu Mensch moderierte Vorstandsmitglied Karin Brieger die Veranstaltung. Traurig war nur, dass sich viele Menschen aus dem Hasenbergl dieses besondere Ereignis entgehen ließen. Alle diejenigen jedoch, die zu dem „kleinen Konzert“ gekommen waren, gingen mit Vergnügen und Genugtuung nach Hause.

THEATERSTÜCK "Ja, mahalusa"

Mittwoch, 09. März

Foto: Maja Gugleta


Mittwoch, 09. März 18.00 Uhr und Donnerstag, 10. März 20:00Uhr In „MUCCA“

THEATERSTÜCK „Warum das Kind in der Polenta Kocht“

nach dem literarischen Werk von Aglaya Veteranyi, gespielt von Edith Alibec, inszeniert von Dana Paraschiv.

Foto: Maja Gugleta

Die Adaption des tragischen Werks über das Leben einer Artistenfamilie in der Fremde und das Scheitern der Tochter ist eine One Woman Show. Im Schauspiel von Edith Alibec entrollt sich glaubwürdig die bunte Palette - von einem verspielten kleinen Mädchen bis zu einer enttäuschten jungen Frau. Das Stück lebt von einem melancholischen Grundton und ist mit vielen grotesk-lustigen Momenten gespickt.

 

THEATERSTÜCK „Krojcerova sonata“

Donnerstag, 10. März

Die Adaption von Lew N. Tolstois „Die Kreutzersonate“, inszeniert von Nebosja Bradić, brillierte am Donnerstagabend im IMAL. Dank dem Originaltext, der heute immer noch modern und aktuell wirkt. Aber vor allem dank dem großartigen Schauspiel von Vlado Kerošević. Im kleinen Raum waren wenig Gäste (was hauptsächlich am etwas ungünstigen Standort der Theaterwerkstatt lag – nahe Leonrodplatz) aber Vlado Kerošević spielte voller Leidenschaft und Inbrunst, wie vor 1000 Zuschauern, als gäbe es kein Morgen. In einem glühenden Monolog erzählte er die tragische Geschichte eines Mörders, die geprägt ist von der Eifersucht, von der Liebe und vom mangelnden Verständnis für sich selbst. Dadurch wird aber auch der schwere Stand der Frau in der Gesellschaft (damals sowie heute) verdeutlicht.

Vlado Kerosević, Professor an der Akademie für Künste und Drama in Tuzla, Bosnien-Herzegowina, wurde für seine Interpretation der Figur des Mörders mehrfach ausgezeichnet

Foto: Maja Gugleta

Veranstalter

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Veranstalter der Balkantage ist der 1992 gegründete Migrantenverein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hvmzv.de.

Pressekontakt

Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
Muhjidin Musinbegovic
muhjidin.musinbegovic@hvmzm.de

Förderung

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