Spielfilme: „Der Wald ist wie die Berge“

Donnerstag, 10. März

Am Donnerstag, 10. März 2016 beendete der Dokumentarfilm "Der Wald ist wie die Berge" die Filmreihe der Balkantage. Die Vorführung fand im Monopol-Kino in Anwesenheit der Regisseurin Christiane Schmidt statt.

Der beobachtende Dokumentarfilm, entstanden als Abschlussarbeit der Regisseurin an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, erzählt die Geschichte des Roma-Dorfes Sfantu Gheorghe im rumänischen Siebenbürgen. Die Roma-Gemeinde fristet ein hartes Leben am Rande der rumänischen Gesellschaft, das spärliche Einkommen als Tagelöhner reicht  den meisten nicht zum Überleben. Viele leben deshalb in einer sehr gekonnt von der Kamera eingefangenen Symbiose mit der Natur, die ihnen  sowohl Nahrung bringt als auch  das sehr wichtige Brennholz, dessen Suche einen Großteil des Alltages der Bewohner des Dorfes einnimmt.

Eine wichtige Figur im Dorf ist der Vorsteher Aron, ein Mann dessen Glauben an Gott der Gemeinschaft Zusammenhalt gibt.

Im Anschluss an die Projektion fand  ein Gespräch mit der Regisseurin Christiane Schmidt statt. Die Fragen des Publikums ließen ein großes Interesse an der leider immer noch zu wenig bekannten Minderheit der Roma erkennen. Die Regisseurin erzählte von ihrem immer noch bestehenden Engagement im Dorf und über Pläne, die naturbelassene Landwirtschaft der Roma aus Sfintu Gheorghe von EU Geldern zu fördern.

GROSSES BALKANKONZERT

Ein gelungenes Balkankonzert!

Freitag, 11. März

Großer Andrang vor dem Carl-Orff-Saal im Gasteig. Gleich beginnt das berühmte „Balkankonzert“, für das die Karten inzwischen ausverkauft sind. Sadija Klepo begrüßt im Namen des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch und kündigt die erste Gruppe an: die Sängerin Milica Milisavljevic Dugalic und ihre Band, die aus Belgrad nach München gekommen sind. Und schon beginnt Milica zu singen, ihre sonore Stimme durchdringt den Saal, ihre Bewegungen sind fast beschwörend. Man spürt, dass sie eine erfahrene Sängerin ist, die schon seit den 1970ger Jahren als eine Interpretin der Balkanmusik aufgetreten ist. Sie präsentiert zunächst langsame Lieder, um sich bald zu steigern. Die Band gibt den Rhythmus vor und das Publikum hat die Lieder erkannt und beginnt mitzusingen. Eine knappe Stunde dauert die Präsentation, dann überreicht Dr. Hüttner Milica Dugalic einen Blumenstrauß als kleines Dankeschön, und mit großem Applaus werden sie und ihre Band verabschiedet.

Milica Milisavljević Dugalić (Belgrad)

Foto: Maja Gugleta

Die kurze Pause wird genutzt zu Gesprächen und einem Drink. Viele Besucher sehen sich auch die beiden Ausstellungen über Bosnien-Herzegowina im Foyer an, die bereits seit Montag bewundert werden können. Eine Ausstellung zeigt historische Aufnahmen aus den Jahren 1935 und 1938. Die andere Ausstellung besteht aus Farbfotos von heute.

Der zweite Teil des Konzerts wird von der Gruppe Divanhana aus Sarajewo gestaltet. Diese Gruppe besteht seit 2009 und hat es sich vor allem zur Aufgabe gemacht, die traditionellen bosnischen Lieder, die Sevdalinka, in einem modernen Gewand darzustellen.  Viele der Lieder sind in ihrem ersten Teil melancholisch und haben manchmal auch Anleihen aus der türkischen Zeit, was aber nicht ausschließt, dass sie im weiteren Verlauf in einen sich steigernden Tanzrhythmus verfallen, der immer ausgelassener wird. Dies ist dann die Stunde des Publikums, das mit Klatschen und Stampfen  mitsingt und auch mal von den Plätzen hochspringt, um mit dem Orchester und der Sängerin eins zu werden und das Konzert einfach mit zu leben und mitzugestalten. Wie sagte ein deutscher Besucher: „Das habe ich noch nicht erlebt! Die Leute fallen je fast in Ekstase!“ Um am Ende standen auch die Besucher und hörten nicht auf zu klatschen, so dass die Band eine Zugabe nach der anderen machen musste.

Divanhana (Sarajevo)

Foto: Maja Gugleta

Es war für die Veranstalter nicht einfach, ein Ende zu finden und der Saal leerte sich nur langsam. Erneut war das Balkankonzert der Höhepunkt der Balkantage und wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.

ABSCHLUSSPARTY

Samstag, 12. März

Foto: Maja Gugleta

Veranstalter

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Veranstalter der Balkantage ist der 1992 gegründete Migrantenverein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hvmzv.de.

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Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
Muhjidin Musinbegovic
muhjidin.musinbegovic@hvmzm.de

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