Balkantage 2013

Balkanbasar

Erste Nummer des Nachmittagsprogramms war der Auftritt des bulgarischen Pantomimekünstlers Guetcho Todorevic, der mit seinen Späßen Jung und Alt begeisterte und zum Lachen img 010brachte.

Inzwischen hatten sich die Stände der Aussteller bevölkert: Stickereien und andere volkstümliche Handarbeiten aus den Balkanländern, Kräuter und Gewürze aus den Bergen Bosniens, Honig, Marmelade und eingelegte Früchte aus Serbien, dazwischen Bücher und Drucke in lateinischer und kyrillischer Schrift, Malerarbeiten und Trachten, aber auch Beratungsangebote und Reiseprospekte: der Basar war wieder eine gelungene Manifestation der Vielfalt und Gestaltungskraft den Menschen aus dem Balkanraum. Dazu hatte im Foyer der Verkauf der Balkanspezialitäten begonnen, die von tüchtigen Frauen aus Bosnien und Serbien am Vortag hergestellt waren: Serbische Bohnensuppe, Burek und Pita mit Spinat und Kajmak.Dazu wurde angeboten Kaffee mit Waffeln und Säften, und natürlich auch mazedonischer Wein und hausgemachter Slivovic. Das Essen und Trinken gehört zu den Balkantagen, auch wenn ein diesem Jahr keine Cevapcici gab, was viele Besucher beklagten!

Reigen der Folkloregruppen

img 009Ab 14 Uhr führte Maja Gebhardt durch den bunten Reigen der Folkloregruppen aus den verschiedenen Ländern des Balkans. Der besondere Gast kam in diesem Jahr aus Mazedonien: Es war die Gruppe Kitka aus Istibanja im Osten Mazedoniens. Die Gruppe ist seit 1975 aktiv, war aber noch nie in Deutschland. In ihren traditionellen Trachten mit den roten Schürzen und Hauben der Mädchen und mit ihren schwungvollen Tänzen begeisterten sie das Publikum.

Die Gruppe Kitka war bereits die ganze Woche zu einem Jugendaustausch mit Youth United in München. In diesem Rahmen besuchte sie auch den Bayerischen Landtag. Dazu ein aktueller Bericht der Landtagsabgeordneten Diana Stachowitz "Mazedonische Tanzgruppe zu Besuch im Landtag

Wie in jedem Jahr dabei war die serbische Folkloregruppe Jelek aus München, die auch einen eigenen Stand mit Trachten und serbischen Spezialitäten aufgebaut hatte. Die 2004 gegründete Jelek verfügt heute über drei Tanzgruppen, eine Jugend- und eine Kindergruppe.

Auch das Folklore-Tanzensemble Gajda ist ein treuer Mitgestalter der jährlichen Balkantage. Es ist etwas Besonderes, weil sich in ihm gebürtige Münchner zusammengefunden haben, die sich der Pflege des Brauchtums aller Balkanländer annehmen. Deswegen hatte Gajda für dieses Jahr kroatische Tänze ausgesucht, die sie dem Publikum präsentierten.

Wieder dabei war die bulgarische Tanzgruppe Lazarka, die bereits seit 1991 in München besteht und mit ihren 25 aktiven Tänzerinnen und Tänzern in den heimatlichen Trachten das Brauchtum ihres Landes vorstellt.

Eine besondere Vorstellung gab auch in diesem Jahr die slowenische Folkloregruppe Lipa e.V., die als einzige slowenische Kulturgruppe in München ihr Land präsentiert. In ihren Originaltrachten tanzen sie Oberkrainer, Stajerische und Prekmurske Tänze, die den alpenländischen Volkstänzen aus Österreich und Bayern nahe kommen.

Einen Kontrast dazu bildeten die Tänze des albanischen Kulturvereins Iliria, der im Jahre 2000 in München gegründet wurde und bei allen Balkantagen mitwirkte, um die Kultur und Tradition der albanischen Bevölkerung vorzustellen. Dabei sind es oft neue tänzerische und musikalische Elemente, die die aktive Kulturgruppe ihrem Repertoire hinzufügt, und dadurch immer von neuem die Zuschauer begeistert.

Damit boten die diesjährigen Balkantage wieder ein buntes Kaleidoskop balkanesischer Folklore und es war nur zu schade, dass das Publikum wegen des gedrängten Programmablaufs nicht selbst in die Tanzschritte der Gruppen mit einbezogen werden konnte. Viele Besucher hätten sich gewünscht, auch selbst einen Kolo zu tanzen...aber das kann vielleicht bei den nächsten Balkantagen in das Programmaufgenommen werden.

Veranstalter

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Veranstalter der Balkantage ist der 1992 gegründete Migrantenverein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hvmzv.de.

Pressekontakt

Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
Muhjidin Musinbegovic
muhjidin.musinbegovic@hvmzm.de

Förderung

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