Balkantage 2015

Theater

Theaterstück „Rukeli“ – TKO Theater Köln

von Nada Kokotović und Nedjo Osman

nach dem Text „Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger

Regie/Dramaturgie: Nada Kokotović
Es spielen: Nedjo Osman, Arno Kempf

Am Sonntag, 22.03.2015, i-camp, Entenbachstraße 37, München

Eintrittspreis: 16 € und 10 € (mit Ermäßigung: Schüler, Studenten, Rentner und Behinderte)

„Rukeli“ ist eine Uraufführung des TKO-Theater/Roma-Choreodrama, das seine Bühne für interkulturelle Begegnung und Austausch öffnet.

Johann Wilhelm Trollmann ist Anfang der 30er Jahre ein Star im Boxring, ein Idol für die Jugend, ein Frauenschwarm, gut aussehend, erfolgreich, populär und anerkannt. Er ist Sinto, und sein Romanes-Name ist „Rukeli“. 1933 wird er Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Die Nazis entziehen ihm den Titel und ermorden ihn im KZ.

Das Stück „Rukeli“ reflektiert das Schicksal des Boxers. Es handelt vor allem von wahrer Freundschaft. Denn Rassismus boxt sich nicht durch, wenn es um Freundschaft geht, um Menschlichkeit und Gerechtigkeit - aktuell vor dem Hintergrund der stigmatisierenden Debatte über die Armutszuwanderung aus Südosteuropa.

Nada Kokotović (geb. in Kroatien). Studierte Klassisches und Modernes Ballett, Film- und Theaterregie sowie Philosophie in Zagreb. Die junge Künstlerin wuchs in dem kulturell vielfältigen, weltoffenen und künstlerisch experimentierfreudigen Jugoslawien heran und arbeitete als Tänzerin und Choreographin mit namhaften modernen Komponisten und Regisseuren zusammen. Talentiert und ambitioniert, erhielt sie Ende der 70er Jahre ein zweijähriges IREX- und Ford-Stipendium in den USA, wo sie mit George Balanchine am NY City Ballet arbeitete und am Off Off Broadway wie an der New York State Opera inszenierte. Nach ihrem USA-Aufenthalt führte sie an verschiedenen jugoslawischen Bühnen das "Choreodrama" als neue theatralische Form ein und realisierte seither über hundert Produktionen. Der Krieg in Jugoslawien und der politische Zerfall ihrer Heimat zwang die überzeugte Weltbürgerin zum jähen Abbruch ihrer Karriere in diesem Sprach- und Kulturraum. 1992 Emigration nach Deutschland.

Als freie Regisseurin und Choreographin brachte sie eigene Produktionen heraus und gründete zusammen mit ihrem künstlerischen Partner und Lebensgefährten Nedjo Osman 1996 das Theater TKO (Theater Kokotović Osman) in Köln.

Nedjo Osman (geb. in Skopje, Mazedonien). Absolvierte ein Studium an der Film und Theaterakademie in Novi Sad. Er war als Schauspieler am Roma Theater Pralipe in Skopje, im Nationaltheater KPGT in Subotica, auf der Bühne Nationaltheaters in Novi Sad und JDP Belgrad. Nach Ausbruch des Krieges auf dem Balkan kam er als Ensemblemitglied des Pralipe Theaters an der Theater Mülheim an der Ruhr nach Deutschland. Er übernahm Hauptrollen in vielen Inszenierungen von der Klassik bis zur Moderne und erhielt dafür zahlreiche Preise.

Seit 1995 ist er zusammen mit Nada Kokotovic künstlerischer Leiter des Theaters TKO in Köln. Er ist auch Journalist und Dichter sowie engagierter Sozialarbeiter und Mediator.

Arno Kempf (geb. in Offenburg). Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz hatte er Engagements an diversen Theatern. Er spielte an den Schauspielhäusern Essen und Graz, am Tiroler Landestheater Innsbruck, am Theater Hof und der WLB Esslingen. Gleichzeitig arbeitete er in Fernseh- und Filmproduktionen.

Mehr Informationen: www.tko-theater.de

Veranstalter

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Veranstalter der Balkantage ist der 1992 gegründete Migrantenverein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hvmzv.de.

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Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
Muhjidin Musinbegovic
muhjidin.musinbegovic@hvmzm.de

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